Sicherheit in der Advent- und Weihnachtszeit

Wenn Kerzenschein zur Brandgefahr wird

Die Advent- und Weihnachtszeit gilt als die stimmungsvollste Zeit des Jahres – gleichzeitig ist sie aber auch jene, in der es in Österreich am häufigsten brennt. Jedes Jahr steigen in den Wintermonaten die Brandzahlen deutlich an, vor allem durch offene Flammen auf Adventkränzen und Christbäumen.

Warme Heizungsluft trocknet Zweige und Dekoration aus, Kerzen brennen oft länger als geplant – und schon ein kleiner Funke kann genügen, um einen Brand auszulösen.

Warum die Brandgefahr gerade jetzt besonders hoch ist

In der kalten Jahreszeit wird in Innenräumen mehr geheizt, wodurch die Luftfeuchtigkeit sinkt. Tannenzweige, Adventkränze oder Christbäume trocknen schneller aus und können sich innerhalb weniger Sekunden entzünden. Gleichzeitig stehen Kerzen, Lichter und Dekoration häufig in unmittelbarer Nähe zu Vorhängen, Möbeln oder Papier, was das Risiko zusätzlich erhöht.

Auch elektrische Lichterketten sind nicht ohne Gefahr: veraltete Kabel, Überhitzung oder Billigprodukte ohne CE-Kennzeichnung können Kurzschlüsse und Schwelbrände verursachen.

Typische Ursachen von Bränden in der Adventzeit

  • Unbeaufsichtigte Kerzen – der häufigste Auslöser.
  • Trockene Zweige und Naturmaterialien, die sich leicht entzünden.
  • Offene Flammen in der Nähe von brennbaren Materialien wie Vorhängen, Deko oder Tischdecken.
  • Fehlerhafte Elektroinstallationen oder überlastete Steckdosenleisten.
  • Fehlende Rauchwarnmelder, die im Ernstfall Sekunden entscheiden lassen.

So beugen Sie Bränden wirksam vor

Eine erhöhte Achtsamkeit und einfache Vorsichtsmaßnahmen können viele dieser Brände verhindern:

  1. Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen – auch nicht für kurze Zeit.
  2. Adventkranz und Christbaum regelmäßig wässern oder kühl stellen, um Austrocknung zu vermeiden.
  3. Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien einhalten (mind. 50 cm).
  4. Stabile, nicht brennbare Unterlagen für Kerzen verwenden.
  5. Rauchwarnmelder regelmäßig prüfen – besonders in Wohn- und Schlafräumen.
  6. Löschdecke oder Feuerlöscher griffbereit halten.
  7. LED-Kerzen oder hochwertige Lichterketten sind eine sichere Alternative zu echten Flammen.

Richtig reagieren, wenn es doch brennt

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Brand kommen, gilt: Ruhe bewahren und schnell handeln. Kleinere Entstehungsbrände können mit einer Löschdecke oder einem Feuerlöscher gelöscht werden, sofern keine Gefahr für die eigene Sicherheit besteht.

Wenn sich das Feuer bereits ausbreitet, sofort den Raum verlassen, Türen schließen und die Feuerwehr unter 122 alarmieren.

Versicherungsaspekt: Kleine Fehler, große Folgen

Ein Brand durch Fahrlässigkeit kann nicht nur erhebliche Schäden an der Bausubstanz verursachen, sondern auch Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben.

In vielen Fällen prüfen Haushalts- oder Gebäudeversicherungen, ob die vertraglichen Sorgfaltspflichten eingehalten wurden – etwa beim Umgang mit offenem Feuer, elektrischen Geräten oder Kerzen. Wird eine grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz festgestellt, kann dies im Einzelfall zur Leistungskürzung oder sogar zur vollständigen Leistungsfreiheit der Versicherung führen.

Fazit: Sicherheit beginnt mit Achtsamkeit

Adventkerzen und Lichter verbreiten Atmosphäre und Wärme – doch sie erfordern ebenso Umsicht und Verantwortung. Wer Kerzen bewusst platziert, auf ausreichende Sicherheitsabstände achtet und geeignete Löschmittel bereithält, kann die Adventzeit unbeschwert genießen.

Fachgerechte Unterstützung bei Brandschäden

Wir unterstützen bei der Dokumentation und Bewertung von Brandschäden sowie bei der technischen Analyse von Schadensursachen.

Für Fragen oder eine Begutachtung stehen wir gerne zur Verfügung.

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