Heizsaison ist Schimmelzeit

Warum Prävention jetzt besonders wichtig ist

Sobald die Temperaturen sinken und die Heizsaison beginnt, steigt auch das Risiko für Schimmelbildung in Innenräumen deutlich an. Warme, feuchte Raumluft trifft auf kalte Wandflächen oder Wärmebrücken – es kondensiert Wasser, und damit entsteht der ideale Nährboden für Schimmelpilze.

Schimmel ist nicht nur ein optisches Ärgernis: Er beeinträchtigt die Gesundheit, kann die Bausubstanz langfristig schädigen und mindert den Wert der Immobilie.

Typische Ursachen für Schimmelbildung

In der Praxis zeigen sich immer wieder dieselben Hauptursachen:

  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit, verursacht durch alltägliche Nutzung (Kochen, Duschen, Wäschetrocknen)
  • Ungünstiges Heizverhalten, insbesondere das Auskühlen von Ecken und Außenwänden
  • Unzureichende oder falsche Lüftung
  • Bauliche Wärmebrücken durch fehlerhafte Anschlüsse oder ungedämmte Bauteile

Fachliche Empfehlung: Richtiges Lüften und Heizen

Aktuelle Untersuchungen – etwa des Energieinstituts Steiermark (2024) – zeigen, dass über 70 % aller Schimmelschäden durch falsches Lüften und Heizen entstehen.

Um Feuchtigkeit und Schimmel vorzubeugen, wird empfohlen:

  • Morgens und abends stoß- bzw. querlüften, idealerweise zwei- bis dreimal täglich.
  • Schlafzimmer und selten genutzte Räume stets auf mindestens 17–18 °C temperieren, um Tauwasserbildung zu vermeiden.
  • Luftfeuchtigkeit regelmäßig kontrollieren – ein einfaches Hygrometer hilft, Werte zwischen 40 und 60 % zu halten.
  • Bei Bedarf entfeuchten, vor allem in Bädern, Kellern oder nach Sanierungen.
  • Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kann helfen, konstante Luftfeuchtigkeit sicherzustellen – besonders in energetisch sanierten oder sehr dichten Gebäuden.

Diese einfachen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, Schimmelbefall und Bauschäden langfristig zu verhindern.

Schimmel entdeckt – was ist zu tun?

Tritt Schimmel auf, sollte die Ursache fachgerecht untersucht werden. Oberflächliches Entfernen reicht in der Regel nicht aus – entscheidend ist, warum und wo Feuchtigkeit auftritt.

Hier kommen bauphysikalische Analysen und Feuchtemessungen zum Einsatz. Durch moderne Verfahren wie Thermografie, Luftfeuchtigkeitsmessung und Materialfeuchtebestimmung lassen sich Wärmebrücken, Kondensationspunkte und verdeckte Feuchteeintritte eindeutig identifizieren.

Eine unabhängige Schimmelbewertung bildet anschließend die Grundlage für eine gezielte und nachhaltige Sanierung.

Fazit: Prävention ist die beste Sanierung

Die Heizsaison bringt immer ein erhöhtes Risiko für Feuchtigkeit und Schimmelbildung mit sich. Wer sein Lüftungs- und Heizverhalten anpasst, die Raumfeuchte kontrolliert und bei Bedarf fachliche Unterstützung einholt, schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Bausubstanz und den Immobilienwert.

Wir unterstützen Sie mit fachlich fundierten Analysen und unabhängigen Bewertungen, um Schimmelursachen gezielt zu erkennen und nachhaltig zu beseitigen.

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